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Lehren des Tropensturms Irma

«Irma» hat auch die Menschen in Haiti getroffen. Lokale Mitarbeitende von Helvetas klären ab, wo wieviel Hilfe notwendig ist.
Zürich, 11.09.2017
Irma, der heftigste Tropensturm, der je über die Karibik hinweg zog, hat Florida erreicht und verliert jetzt, über Land, seine Stärke. Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Karibik hat er auch den Norden Haitis gestreift, eine der ärmsten Regionen dieses bitterarmen Landes. Haiti als Ganzes wurde zwar nicht so hart getroffen wie letztes Jahr, als der Tropensturm Matthew viel Infrastruktur zerstörte und 500 Menschenleben forderte.

Vor allem im Norden des Landes hat aber auch «Irma» die Lebensgrundlage von Bauern vernichtet, Pflanzungen zerstört und Fruchtbäume entwurzelt. Wie viele Menschen obdachlos und/oder auf Nahrungshilfe angewiesen sind, ist noch unklar. In den am meisten betroffenen Gebieten klären Mitarbeitende unseres deutschen Partners Welthungerhilfe, die Bedürfnisse ab. Helvetas wird voraussichtlich die Nothilfe und den Wiederaufbau im Rahmen der Alliance2015, einem Zusammenschluss europäischer NGO, unterstützen.

Etwas weiter im Süden, in Artibonite, ist Helvetas mit Wasser- und Landwirtschaftsprojekten engagiert. Hier hat der Tropensturm einige Wasserversorgungen beschädigt und damit die Gefahr verstärkt, dass eine Choleraepidemie ausbrechen könnte. Lokale Mitarbeitende von Helvetas klären ab, wo wieviel Hilfe notwendig ist. Sie tun das in enger Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz, der sich in den vergangenen Jahren mit Unterstützung von Helvetas erfolgreich auf Katastrophenfälle vorbereitet hat.

Die Tage und Wochen nach dem letztjährigen Sturm «Matthew» haben gezeigt, dass diese Zivilschutzorganisationen schneller und zielgerichteter auf die Katastrophe reagieren konnten als andere staatliche Stellen. Die Erfahrungen aus den beiden Tropenstürmen werden in die laufende und kommende Projektarbeit von Helvetas einfliessen.
 
Noch ist es für Helvetas zu früh, eine Sammelaktion für Haiti zu starten. «Wir wissen aus Erfahrung, dass unsere Spenderinnen und Spender schnell und grosszügig reagieren, wenn wir sie um Hilfe bitten», sagt Liliane Eggli vom Fundraising. «Aber wir wollen sie – wie jetzt im Fall von Haiti – nicht auf Vorrat alarmieren.»

«Wenn Sie jetzt helfen möchten, bitten wir Sie um eine freie Spende, die wir dort einsetzen können, wo es am nötigsten ist.»